15. Tag - 20.5.: in Albanien nach Shenkoll
- Andreas Greff
- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Heute hatten wir nach einer tollen Nacht im Warmen und guten Betten unser bestes Frühstück der Tour bisher. Wir haben auch mit dem Besitzer (der wohl auch Polizist ist, der Marke nach zu urteilen, die er uns zeigte) ein Gespräch versucht, aber der Google-Translator für Albanisch scheint nicht so perfekt zu sein. Danach wurden die Ketten etwas nachgeölt und wir sind gegen 10 Uhr bei bestem Wetter, blauer Himmel und schön warm, gestartet.
Die Tour führte uns dann an den Seeorten vorbei, wo allerhand los war, mit vielen schicken Bars und Restaurants und sogar Strand gab es. Und natürlich Bankomaten, damit wir unsere ersten Lek ziehen konnten, da man angeblich hier vieles nur in Lek bezahlen kann.
Wir sind dann an Ort Shkodra vorbeigefahren (der dem See seinen Namen gab) und haben beim Herausfahren noch etwas Spaghetti und Sauce nachgekauft. Zum Straßenzustand können wir bisher nur sagen: 1A - sagar mit Radwegen! Und was uns auch besonders positiv aufgefallen ist: alle Leute sind Radfahrern gegenüber sehr freundlich eingestellt, ein Alter Mann hebt motivierend den Daumen beim Vorbeifahren oder ein Jugendlicher streckt die Hand zum Abklatschen beim Vorbeifahren aus - und auch die Autofahrer sind fast alle sehr rücksichtsvoll - sagar ein LKW-Fahrer hat uns gegrüßt - dann kann ja nichts mehr schiefgehen...
Dann ging es bei angenehmen 25 Grad oder mehr mit frischem Fahrtwind und ausnahmsweise mal RÜCKENWIND weiter gen Süden. Die Landschaft war nicht bemerkenswert, eher normal mit schönem Blick auf die dahinter liegenden Berge (noch mit Schnee auf 2700 m!). Interessant auch die Lage mancher toller Villen mit Pool direkt neben einer Industrieanlage...
Wir sind dann in Lezhe für Cappucino, Pistaziencroissants und frisch gepressten O-Saft kurz eingekehrt - wir waren recht gut unterwegs so ohne Berge und mit Rückenwind...

Wir haben dort auch entschieden, uns in Shenkoll auf dem Agritourismo-Campingplatz niederzulassen, wollten aber die ursprüngliche Strecke über Milot beibehalten, wo die älteste Eisenbahnbrücke von 1927 war. Die haben wir dann auch überqueren können - ok, hier fuhren selbst die Autos Schlangenlinien um die Schlaglöcher und Hügel herum, aber es ging. Der Blick von der Brücke war auch nicht schlecht.
Dann ging es etwas "rückwärts", um von hinten zu unserem Campingplatz zu gelangen, eine tolle kleine Anlage mit Pool (den wir natürlich genutzt haben) und einem tollen italienischen Betreiberehepaar (ein blonder Italiener!). Hier haben wir dann nach dem Pool gut Pizza gegessen und den hauseigenen Rotwein genossen bei untergehender Sonne - ein toller Tag, ohne viel Anstrengung 71 km bei 160 Höhenmetern - geht auch mal.


Der Schnitt lag heute bei knapp 16 km/h - man merkt den Wind und die fehlenden Berge... Morgen geht es dann bis Durres!


































Ja das Frühstück hätte ich auch gerne.... was gab es da so alles genau? Man merkt schon, dass ihr ziemlich weit schon im Süden seid... es sieht schon aus wie Italien oder Griechenland. Gut, dass es nur 25 grad sind und nicht noch warmer....