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Blog Udo & Andreas

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2026 - Kroatien-MNE-AL-Korfu

Von Zagreb über Montenegro und Albanien bis Korfu

  • Andreas Greff
  • 27. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Mai

Nach 22 Radfahrtagen plus einem Erholungstag soll heute die letzte Etappe mit der Fähre nach Korfu erfolgen und dort noch knapp 30 km bis zu unserem Feriendomizil, wo wir heute Abend unsere Frauen empfangen werden.



Die Fährfahrt war dröhnend laut - die Dieselmotoren mussten ordentlich arbeiten und es war so, als ob ständig ein Hubschrauber neben einem landet - vom Geräuschpegel. Auf dem obersten Deck konnte man es aber ertragen. Und so sind wir nach fast 2h im Hafen von Kerkyra eingelaufen.



Dort gab es dann auch unser erstes Radler des Tages und etwas zu essen.



Die Strecke auf Korfu führt erst vom Hafen von Korfu Stadt, Kerkyra, entlang der Küste, um dann einen Schlenker rüber auf die Westseite zu machen, wo wir dann heute die Gesamttour beenden.




Mit den heute erradelten knapp 30 km und denen der letzten Tage kommen wir dann auf unsere geplanten 1500 km Gesamtstrecke! Das sind 70 km pro Tag (wenn man den letzten nicht mitrechnet). An Höhenmetern waren es insgesamt 16.000.


Hier sieht man noch mal den gesamten Streckenverlauf:


Resüme:


Es war wieder mal eine tolle Tour, ohne eine Panne und ohne Unfall - alles heil geblieben! Das alleine ist schon irre, aber was wir alles erlebt haben und wie man Länder durch das bereisen mit dem Fahrrad anders kennenlernt, ist schon erstaunlich.


Kroatien: oben grün, mit super Wasserfällen und sicher für mehrere Tage gut, die Küste hat uns besonders auf den vorgelagerten Inseln gefallen. Unser Highlight: Žuljana auf der Halbinsel Pelješac vor Dubrovnik.

Radfahren in Kroatien: Die Kroaten scheinen keine Radfahrer zu kennen/mögen. Radwege gab es so gut wie keine, und die Autos fahren recht dicht an einem vorbei.


Montenegro: die positive Überraschung für uns --> super freundliche Leute und ein tolles Panorama und alles sehr sauber und nett herausgeputzt. Hier kann man auf jeden Fall länger Urlaub machen. Die Wasserlandschaft um Kotor herum und die Stadt selbst sind bezaubernd.

Radfahren in Montenegro: erstaunlich gut, sogar Radwege und nette Leute, die einen grüßen. Die Autofahrer sind etwas sanfter als in Kroatien, dafür riecht es mehr nach Abgasen... ich habe in diesem Urlaub sicher meine 10-Jahres-Ration an Feinstaub und Kohlendioxid eingeatmet.


Albanien: ein ebenfalls vorher unbekanntes Land, mit noch freundlicheren Menschen als in Montenegro. Hier fahren die Leute eher dicke und fette Autos - auch logisch, wenn man die Schlaglöcher abfedern will und nicht gleich einen Achsbruch erleiden will. Das die Autos viel gewaschen werden, hatte ich ja schon erwähnt.

Radfahren in Albanien: die Albaner kennen keine Verkehrsvorschriften (und wohl auch keine Radfahrer) - immer schneller als angegeben, immer überholen, wenn verboten, ruhig mal in der falschen Richtung durch die Einbahnstraße, überall parken, wo man gerade möchte (und sei es mitten auf der Straße). Gut, da gewöhnt man sich dran, doch immer dieser Bleifuß, wenn man überholt wird, wobei dann nicht nur der Motorenlärm, sondern auch die Rußwolken mit anschwellen. Aber es gab nur einmal Kontakt zwischen meinem Spiegel und dem eines vorbeifahrenden SUVs - war bestimmt ein Fahranfänger am Steuer...


Griechenland: wieder gemütlicher und besinnlicher, europäischer und mit mehr Charme. Wie man es kennt...

Radfahren in Griechenland: normal - auch breitere Straßen (wenn wir auch keine Radwege gesehen haben). Aber die Leute haben mehr Zeit, warten mal hinter einem, wenn sie rechts abbiegen wollen und geben nicht wie in Albanien noch Vollgas, um mit quietschenden Reifen knapp vor einem einzuscheren und auszubremsen.


Hunde: ja, wir haben nicht viel drüber berichtet, aber Hunde sind immer ein Wagnis auf einer Radtour. Entgegen den Befürchtungen war es in Albanien mit den Hunden am Besten - die taten sogar mir leid, wie sie da so am Straßenrand lagen oder umherliefen. In Kroatien hatte wir einige bissige Tiere, die uns verfolgt und gejagt haben, in Montenegro hat sich fast einer in Udo's hinterer Satteltasche verbissen - aber ging alles glimpflich aus. Ich hatte immer in der offenen Hosentasche etwas Hundefutter griffbereit, falls man doch mal absteigen muss, um die Hunde damit fern zu halten durch werfen mit dem Trockenfutter oder damit sie es essen und nicht uns...


Und wir haben tolle Leute unterwegs kennengelernt, ob auf dem Rad oder ohne - es war ein schöner Urlaub!


Danke für eure Begleitung und Kommentierung! Es war immer eine Freude, von euch zu lesen!


 
 
 
  • Andreas Greff
  • 26. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Heute sind wir von Saranda aus die SH81 entlanggefahren, die mehrere Kilometer an großen Hotelklötzen vorbeiführt, bevor man aus der Stadt ist. Immerhin gab es an der Strasse eine Bäckerei - mal was zur Stärkung für unterwegs eingekauft.



Es ging dann weiter die SH81 entlang durch die Halbinsel, auf der auch der schönste Strand Albaniens liegen soll bei Ksamil. Strecke heute 67 km bei einem Schnitt von 18 km/h.


Wir sind allerdings in Ksamil etwas abgeschreckt worden von den Massen an Touris und den Hotelburgen, so dass wir den Strand nicht angesteuert haben, sondern direkt die Hauptstraße entlanggefahren sind. Dadurch waren wir recht schnell am Ende der kleinen Halbinsel, wo man mit einer Seilfähre ein paar Meter übersetzen musste. Das letzte Bild zeigt die Muschelfarmen dort - hier werden viel frische Muscheln angeboten..



Danach ging es in relativ unbewohntes Gebiet mit viel Grün, aber einem kleinen Kaffee Natyr - wo wir mit Dieselstrom einen Espresso und Limonade getrunken haben.


So gestärkt sind wir unter der heißen Sonne Albaniens weiter in Richtung Grenze nach Griechenland geradelt. Bevor wir allerdings Albanien verlassen, muss noch eines erwähnt werden: die Albaner lieben saubere Autos (sie fahren ja auch oft sehr schicke, aufgemotzte Karren - aber sauber müssen sie sein). Deshalb hat jedes noch so kleine Nest mindestens eine "Lavazh"-Stelle, wo man sein Auto waschen kann (von Hand selbst oder als Service). Haben sogar eins gesehen, wo beworben wurde, dass man auch Fahrräder dort waschen kann - wir konnten der Versuchung gerade noch widerstehen...



Die Grenze haben wir dann auch bald erreicht - Grenzkontrollen absolviert (Fahrräder werden nicht vom Zoll durchsucht - danke...).



In Griechenland war der Fahrstil dann doch wieder etwas normaler (in Albanien tritt jeder nach dem Überholen eines Fahrrades so kräftig ins Pedal, dass die Abgaswolke noch Minuten in der Luft liegt).


Von den Stränden inspiriert haben wir dann auch mal Halt gemacht in dem kleinen Hafen Sagiada - wo wir endlich wieder Radler bestellen konnten und super Salat (griechisch und mit Fisch...):



Danach sind wir dann durch endlos lange Orangenhaine gefahren (super EV8-Stecke), aber auch den grünen Spargel konnte man hier sprießen sehen. Ist halt eine sehr fruchtbare und wasserreiche Gegend.



Gegen 17:30 sind wir dann in Igoumenitsa angekommen (eigentlich war es erst 16:30 - aber in Griechenland ticken die Uhren eine Stunde später).


Ein tolles Städtchen, hätten wir von dem kleinen Ort nicht erwartet. Viele Bars an der Promenade und der beste Platz direkt bei unserem Apartment. Hier haben wir den Sonnenuntergang bewundert und einige Aperol Spritz gezischt - bis wir uns Abends noch zu einem griechischen Grilllokal um die Ecke aufgemacht haben und dort leckeres Schaffleisch vom Grill gegessen haben - mit einem Tsipouro zum Schluß (der griechischen Variante des albanischen Raki).



Morgen geht es dann um 10:30 mit der Fähre nach Korfu und dort die letzten knapp 30 Kilometer bis zu unserer kleinen Villa, wo wir noch eine Woche entspannen werden. Morgen gibt es dann auch ein Resüme von unserer Reise.



 
 
 
  • Andreas Greff
  • 26. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Heute morgen hat die Sonne wieder von einem blauen Himmel gestrahlt, als wäre nichts gewesen. Wir haben dann im Minimarket Einpack-Croissants gekauft (naja...) und dazu in der Bar einen starken Cappucino getrunken. Damit sollte es dann losgehen zu unserer "kurzen" Tour nach Saranda - knapp 68 km. Allerdings hatten wir uns die 1430 Höhenmeter nicht so vorgestellt - die waren bei der Hitze doch seeehhhhr anstrengend... Aber der Reihe nach - mit Rückblick auf unser typisches albanisches Apartment und die Bar.



Die Fahrt begann mit einigen kleinen Anstiegen, die allerdings immer heftiger wurden. Mal wieder um die 10-12 % - und mal wieder schieben in praller Sonne.



Nach einer guten Stunde haben wir dann in einem netten Café in der oberen Altstadt von Himara Stop gemacht für die erste Lemon Soda des Tages.



Kurz danach ging es über die ehemalige Giro d'Italia-Route nach Porto Palermo, wo wir die schönsten Fotos heute gemacht haben. Die rot-blühende Pflanze ist übrigens eine Euphorbia dendroides, baumartige Wolfsmilch.



Auch im weiteren Verlauf gab es tolle Landschaften und immer wieder einladende Badestrände.



Die steilen Bergpassagen haben einen schon ganz schön geschlaucht:



Teilweise hatte ich beim Berghochschieben auch Gesellschaft - waren aber keine große Hilfe...



Dafür waren die Abfahrten umso schöner - und heute mal ohne Regen!



Gegen 18:00 Uhr waren wir dann in Saranda - wobei wir die letzten 20 km fast "geflogen" sind - u.a. weil schon wieder ein Gewitter im Anmarsch war, aber wir sind ihm entkommen!


Saranda ist eine recht große Hafenstadt, hat aber eine imposante Promenade mit vielen Restaurants. So ist der Tag doch noch süß ausgeklungen, bei einem typischen albanischen Nachtisch, dem Trileche - sehr lecker!



Morgen geht es dann raus aus Albanien nach Griechenland - um dann am Mittwoch unsere letzte Etappe auf Korfu zu beenden.

 
 
 
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