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19. Tag - 24.5.: über den Berg bis Dhërmi

  • Autorenbild: Andreas Greff
    Andreas Greff
  • 24. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Heute stand mal wieder eine Bergetappe an - es sollte "sanft" bis auf etwas über 1000 m hochgehen und dann in Serpentinen wieder runter. Dafür brauchte man natürlich entsprechende Stärkung, also beim Frühstück erst einmal ein Croissant mit Vanille und Udo Brot mit Käse - dazu Cappucino bzw. einen schönen Espresso vom Campingplatzcounter. Im ersten Bild erkennt man links noch das Befüllen der Grillroste für den nächsten Barbecue-Abend - dann leider ohne uns.



Wir konnten dann sehr schön durch den Kiefernwald entlang der Küste radeln bis ins Zentrum von Vlorë, wo wir an der langen Strandpromenade entlangfahren konnten und auch ein Herz für den Ort hinterlassen haben.



Dann ging es weiter an der Küste entlang, bis nach ca. 22 km die Steigung langsam begann. Dort haben wir erst einmal unter einer Platane im Schatten (gegen die bis dahin strahlende Sonne) unsere Bananen und andere Stärkungen zu uns genommen. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch frohen Mutes, die Steigung schnell hinter uns zu bringen... Mittlerweile zogen auch mehr Wolken aus den Bergen auf, die unseren Aufstieg etwas angenehmer werden ließen. Unterwegs gab es viel grün - und einen kleinen Bach, dem wir bergauf gefolgt sind.



Die Autos sind dann irgendwann durch einen Tunnel gefahren, und wir haben die alte SH8-Bundesstraße genommen, die über den besagten Berg mit 1030 m Höhe führt. Von da oben war die Aussicht dann auch die erforderliche Belohung für die Strapaze: es ging fast immer um die 7-10% hoch, oft auch 14-17% - und da mussten wir dann auch mal absteigen und unsere "Leichtgewichte" von ca. 45 kg schieben - tlw. bei sengender Sonne - mal war sie auch hinter den Wolken. Zumindest hat der Aufstieg über die 20 km bergauf rund 2,5 h gekostet - aber wir waren froh, es dann doch geschafft zu haben! Die beiden letzten Bilder zeigen den Ausblick von oben - als noch die Sonne schien. Wir haben in dem Restaurant erst einmal kräftig Flüssigkeit zu uns genommen (mein Garmin meinte heute, ich hätte einen Flüssigkeitsbedarf von 7 l gehabt...). Doch dann wurde es Richtung Süden - wo wir hin wollten - immer dunkler und ein Gewiter zog auf. Wir wollten es eigentlich abwarten und saßen so mit leckerem Nachtisch (Schafs-Yoghurt - selbst gemacht - mit Honig und Nüssen) noch einige Zeit dort - aber es zog sich immer mehr zu, bis es auch dort schon anfing zu regnen. Inzwischen hatte sich auch unser Host der kommenden Unterkunft gemeldet (aus irgendeiner Vorahnung heraus wollten wir nicht schon wieder zelten...) und uns auf albanisch willkommen geheißen.


Mit dem einsetzenden Regen haben wir uns dann entschieden, trotzdem die Fahrt nach unten anzutreten. Regenjacken an und ab ging es - eine sehr tolle Abfahrt über 17 km in prasselndem Regen und Gewitter, wo die Blitze um uns herum zuckten und einmal ganz nahe waren - aber alle heile geblieben. Zu allem Überfluß ging es dann noch mal einige Meter hoch und runter, wir mußten sogar wieder schieben ein kleines Stück, bis wir unten herum völlig durchnäßt bei unserer Unterkunft eintrafen, wo der 71-jährige Host uns auch schon winkend erwartet hatte. Er hat uns dann noch einiges erklärt - etwas kompliziert und tlw. mit Google-Translate - aber es hat alles funktioniert und wir konnten unser Apartment mit toller Terrasse und Meerblick beziehen - leider ohne Sonne, aber immerhin hatte der Regen mittlerweile fast aufgehört.


Nach einer perfekten Duschung ging es dann in das einzige "Restaurant" im Ort, zu Angelo, wo es doch voller war, als wir gedacht hätten. Auf dem Weg dahin ein perfekter Regenbogen - und man konnte sogar Korfu schon sehen. Der Souflaki-Grill schien recht beliebt zu sein, da dort fast die Hälfte der 16 Tische mit "Ausländern" besetzt war, wo auch immer die in dem kleinen Dorf her kamen. Wir haben uns für die Mixed Meat plate entschieden zum Teilen - und selbst das war uns schon zu viel. Bier und Raki haben den Abend abgerundet.



An Kilometern waren es heute 62, dafür 1240 Höhenmeter! Insgesamt ca, 1336 km bisher.



Morgen geht es dann noch einen Tag lang in Albanien weiter, um dann in 2 Tagen bis Igoumenitsa in Griechenland zu fahren, um dort am Mittwoch mit der Fähre nach Korfu überzusetzen.

3 Kommentare

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Otto
25. Mai
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

War heute endlich auch mal wieder mit dem MTB unterwegs und am Moritzberg eine kurze Rampe mit 21 % (lt. Garmin) mit zusammengebissenen Zähnen hoch, ging gerade noch. Was seit Ihr für Kerle mit 45 kg Radgewicht über 1000 hm und dann nch Steigungen bis 18 % - echt ganz großen Respekt. Liegt das am Essen oder am Racki in der Wasserflasche - ohne Doping ist das doch nicht zu schaffen, mal ehrlich!

Gute Weiterfahrt

Otto

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Daniel
25. Mai
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Könnt ihr denn mittlerweile schon ein wenig albanisch? Das müsst ihr ja wohl doch ziemlich oft sprechen 😬 Das Essen sieht auch echt nach einem ziemlichen Brocken aus. Danach konntet ihr dann bestimmt gut schlafen. Liebe Grüße :)

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Heike
25. Mai
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Bin ich froh, dass euch die Blitze nicht erwischt haben und ihr auf regennasser Fahrbahn wieder gut runtergekommen seid. Ja, so ist es recht anstrengend, wenn ihr jeden Berg „mitnehmen“möchtet.

Korfu von weiten sieht schön aus, ich freue mich auf Mittwoch 😘

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