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22. Tag - 27.5.: bis Korfu und Fini

  • Autorenbild: Andreas Greff
    Andreas Greff
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Nach 22 Radfahrtagen plus einem Erholungstag soll heute die letzte Etappe mit der Fähre nach Korfu erfolgen und dort noch knapp 30 km bis zu unserem Feriendomizil, wo wir heute Abend unsere Frauen empfangen werden.



Die Fährfahrt war dröhnend laut - die Dieselmotoren mussten ordentlich arbeiten und es war so, als ob ständig ein Hubschrauber neben einem landet - vom Geräuschpegel. Auf dem obersten Deck konnte man es aber ertragen. Und so sind wir nach fast 2h im Hafen von Kerkyra eingelaufen.



Dort gab es dann auch unser erstes Radler des Tages und etwas zu essen.



Die Strecke auf Korfu führt erst vom Hafen von Korfu Stadt, Kerkyra, entlang der Küste, um dann einen Schlenker rüber auf die Westseite zu machen, wo wir dann heute die Gesamttour beenden.




Mit den heute erradelten knapp 30 km und denen der letzten Tage kommen wir dann auf unsere geplanten 1500 km Gesamtstrecke! Das sind 70 km pro Tag (wenn man den letzten nicht mitrechnet). An Höhenmetern waren es insgesamt 16.000.


Hier sieht man noch mal den gesamten Streckenverlauf:


Resüme:


Es war wieder mal eine tolle Tour, ohne eine Panne und ohne Unfall - alles heil geblieben! Das alleine ist schon irre, aber was wir alles erlebt haben und wie man Länder durch das bereisen mit dem Fahrrad anders kennenlernt, ist schon erstaunlich.


Kroatien: oben grün, mit super Wasserfällen und sicher für mehrere Tage gut, die Küste hat uns besonders auf den vorgelagerten Inseln gefallen. Unser Highlight: Žuljana auf der Halbinsel Pelješac vor Dubrovnik.

Radfahren in Kroatien: Die Kroaten scheinen keine Radfahrer zu kennen/mögen. Radwege gab es so gut wie keine, und die Autos fahren recht dicht an einem vorbei.


Montenegro: die positive Überraschung für uns --> super freundliche Leute und ein tolles Panorama und alles sehr sauber und nett herausgeputzt. Hier kann man auf jeden Fall länger Urlaub machen. Die Wasserlandschaft um Kotor herum und die Stadt selbst sind bezaubernd.

Radfahren in Montenegro: erstaunlich gut, sogar Radwege und nette Leute, die einen grüßen. Die Autofahrer sind etwas sanfter als in Kroatien, dafür riecht es mehr nach Abgasen... ich habe in diesem Urlaub sicher meine 10-Jahres-Ration an Feinstaub und Kohlendioxid eingeatmet.


Albanien: ein ebenfalls vorher unbekanntes Land, mit noch freundlicheren Menschen als in Montenegro. Hier fahren die Leute eher dicke und fette Autos - auch logisch, wenn man die Schlaglöcher abfedern will und nicht gleich einen Achsbruch erleiden will. Das die Autos viel gewaschen werden, hatte ich ja schon erwähnt.

Radfahren in Albanien: die Albaner kennen keine Verkehrsvorschriften (und wohl auch keine Radfahrer) - immer schneller als angegeben, immer überholen, wenn verboten, ruhig mal in der falschen Richtung durch die Einbahnstraße, überall parken, wo man gerade möchte (und sei es mitten auf der Straße). Gut, da gewöhnt man sich dran, doch immer dieser Bleifuß, wenn man überholt wird, wobei dann nicht nur der Motorenlärm, sondern auch die Rußwolken mit anschwellen. Aber es gab nur einmal Kontakt zwischen meinem Spiegel und dem eines vorbeifahrenden SUVs - war bestimmt ein Fahranfänger am Steuer...


Griechenland: wieder gemütlicher und besinnlicher, europäischer und mit mehr Charme. Wie man es kennt...

Radfahren in Griechenland: normal - auch breitere Straßen (wenn wir auch keine Radwege gesehen haben). Aber die Leute haben mehr Zeit, warten mal hinter einem, wenn sie rechts abbiegen wollen und geben nicht wie in Albanien noch Vollgas, um mit quietschenden Reifen knapp vor einem einzuscheren und auszubremsen.


Hunde: ja, wir haben nicht viel drüber berichtet, aber Hunde sind immer ein Wagnis auf einer Radtour. Entgegen den Befürchtungen war es in Albanien mit den Hunden am Besten - die taten sogar mir leid, wie sie da so am Straßenrand lagen oder umherliefen. In Kroatien hatte wir einige bissige Tiere, die uns verfolgt und gejagt haben, in Montenegro hat sich fast einer in Udo's hinterer Satteltasche verbissen - aber ging alles glimpflich aus. Ich hatte immer in der offenen Hosentasche etwas Hundefutter griffbereit, falls man doch mal absteigen muss, um die Hunde damit fern zu halten durch werfen mit dem Trockenfutter oder damit sie es essen und nicht uns...


Und wir haben tolle Leute unterwegs kennengelernt, ob auf dem Rad oder ohne - es war ein schöner Urlaub!


Danke für eure Begleitung und Kommentierung! Es war immer eine Freude, von euch zu lesen!


4 Kommentare

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Otto
vor 4 Tagen
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Herzlichen Glückswünsch für Eure Leistung und Ausdauer. Vielen, vielen Dank das ich aus der Ferne dabei sein durfte und auch einen kleinen Einblick in die durchreisten Länder. 16.000 hm und über 65 km/Tag im Schnitt sind schon Extraklasse.

Prima, dass alles gut gegangen ist, keine Pannen, keine Unfälle - das ist nicht selbstverständlich.

Ich wünsche Euch noch eine schöne Urlaubswoche mit Euren Frauen und freue mich, von Udo noch mehr Details zu erfahren.


Gute Zeit und nochmals herzlichen Dank

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Gast
vor 4 Tagen

Super, welch tolle Zeit ihr zusammen hattet und meine Hochachtung vor den gefahrenen Kilometern. Ich wünsche euch beiden Radlern nun eine schöne Zeit mit euren Frauen. Lieben Gruß aus Hamburg Kathrin

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Daniela
vor 5 Tagen

Wieder eine tolle Leistung 😃 herzlichen Glückwunsch an euch beide.

Die Zusammenfassung heute hat mir sehr gut gefallen, da bekommt man nochmal einen Gesamteindruck, was ihr erlebt habt und vor allem wie viel und das wird nur ein kleiner Ausschnitt sein. Viel Spaß zu viert auf Korfu 😊


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Andreas Greff
Andreas Greff
vor 4 Tagen
Antwort an

Hallo Daniela, danke für deine Kommentare und das Mitlesen und die guten Wünsche für den Urlaub zu viert - wird sicher nicht so anstrengend werden wie die Tage davor! Alles Gute, Andreas & Heike

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