- Andreas Greff
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Tagen
Heute mussten wir uns leider von unseren Radbegleitern Piet und Theresa trennen, die wir gestern bei unserer Tour getroffen hatten. Piet startete gleich zu Beginn in eine andere Richtung nach Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro, um von da mit dem Flieger zurück zu fliegen. Theresa begleitete uns noch ein Stück des Weges, bevor sie auf einem Campinplatz noch in Montenegro Stop machte.

Gegen 10:00 Uhr ging es dann los nach einem kleinen Frühstück und Müsli, gleich den Berg hoch. Die Strecke sollte heute an dem Shkodra See entlang führen, aber über zwei Hügel von ca. 460 m Höhe. Obwohl es bewölkt war und ein Gewitter in der Luft lag, war es sehr schwül warm und wir wünschten uns schon etwa von dem angesagten Regen herbei - aber da kam nichts. Nach ca. 1 h hatte Theresa ein Café am Weg herausgesucht, das sich als wirklich süßer Zwischenstop herausstellte mit einer tollen Aussicht und Reggae-Musik aus den Lautsprechern. Schon der Weg dahin mit dem Blick auf den größten Binnensee Süd-Europas war beeindruckend.
Weiter ging es auf den ersten 460er - mit wieder tollem Ausblick. Nach dem ersten Gipfel ging es dann noch einmal in einen Sattel, von wo Udo und ich weiter auf den nächsten Hügel zusteuerten und Theresa den Weg nach unten nahm zu einem Campingplatz am See.
Die Straßen waren übrigens meistens gut zu befahren - heute hatte ich zwar nicht die Höchstgeschwindigkeit von gestern mit 58 km/h erreicht, aber immerhin 43,2 km/h.
Weiter ohne Theresa ging es auf den zweiten Gipfel, wo sich kurz davor ein netter kleiner Imbiss zum Halten anbot (@Theresa: dein nächster Café-Stop morgen...).
Danach ging es eine Zeit lang auf dem Hochplateau weiter, wo wir einen Urwald aus uralten Esskastanienbäumen durchquert haben.

Dann sollte es eigentlich runter gehen Richtung Albanien, aber da war nichts ausgeschildert und leider hatte mein Komoot wohl auch noch ein falsches Zwischenziel drin, so daß wir erst einmal an dem Abzweig weiter auf der Scenicroad 3B geradelt sind - anstrengend Berg hoch - bis wir gemerkt haben, dass dies nicht richtig sein kann. Also wieder zurück und wir haben einige Höhenmeter mehr heute auf dem Tacho (1440m, insgesamt aktuell 982 km)...

Als wir dann an die Grenze kamen - zuvor ging der Weg plötzlich über Schotter auf eine sehr gut ausgebaute 2-spurige Strasse noch in Montenegro - waren wir doch etwas verblüfft: keine Kontrolle, dafür auch kein Durchkommen, außer für Radfahrer:
Und im Übrigen teilen sich hier Kühe und Autos gleichermaßen die neue Straße...
Wir sind dann Komoot gefolgt und durch den ersten Küstenort gefahren, der eine einzige Baustelle war. Mit den Rädern konnte man über kleine Holzstege an Baumaschinen durchkommen - aber es war schon ein Erlebnis. Allerdings sind wir dann später wieder auf die gute neugebaute Straße gekommen, die wohl oberhalb des Dorfes vorbeilief. Da wir nach der langen Strecke bei der Hitze und dem Umweg doch recht geschlaucht waren (und wir hatten nur wenig gegessegn, da es bei dem 2. Gipfel nur Knabbersachen gab), somit haben wir bei der ersten Gelegenheit eines Schlafplatzes mit Restaurant zugeschlagen und es uns im Panorama Restaurant gut gehen lassen. Sehr gutes Essen und Unterkunft und freundliches Personal - ein guter Start in Albanien!
Wir hoffen. dass es so weiter geht! Danke für eure Kommentare!

































































































































