- Andreas Greff
- vor 3 Tagen
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Heute sollte es nur eine kurze Tour sein bis Divjakë, bzw. der kleinen Landzunge darunter, wo wir uns den Campingplatz Piccolo Paradise auserkoren hatten. Gestartet wurde mit einem guten albanischen Frühstück in unserer Unterkunft, wobei die "Pan Cakes" die tollen fettgebackenen Stücke sind, die wir schon mal hatten - heißen hier Pendula und werden mit Marmelade oder Honig gegessen und schmecken traumhaft. Dazu wieder ein Omelett mit Gemüse und O-Saft und Cappu - damit war eine gute Grundlage geschaffen.

Die Tour führte uns dann über die Strandpromenaden von Durrës hinaus nach Süden - mit schönem Rückenwind und leicht bewölktem Himmel, so daß es heute nicht zu heiß werden sollte.

Dabei sind wir auch oft dem EV8-Radweg gefolgt, der tatsächlich hier gut ausgebaut ist - wenn auch nie beschildert. Die Strandpromenade konnte man zu dieser Jahreszeit noch gut mit dem Rad befahren, es war wenig los. Nur das Ende dieses tollen Radweges hat uns etwas schmunzeln lassen... (es gab natürlich auch keinen Hinweis auf ein bevorstehendes Ende des Radweges...).

Nach dem abrupten Ende ging es dann wieder über "normale" Straßen weiter, eine zeitlang auf einer toll ausgebauten kleinen Straße direkt an der Autobahn entlang - aber wir kamen flott voran, ohne störende Pferdekutschen auf dem Radweg (gut, daß das mal klargestellt wurde).
Gegen Mittag sind wir dann eingekehrt in einer "Fastfood"-Bude, wo sich an der Kreuzung alle LKW- und Busfahrer die Hand gaben und die Fahrgäste auch gleich mit zwei bereitstehenden Taxen weiter fahren konnten oder Gemüse einkaufen konnten von den Straßenhändlern. Die "Doner" waren wieder gut, dazu gab es Fanta und vom Wirt spendiert zwei verschiedene Sorten Raki (das ist in Albanien der typische Absacker, gut für das Herz... und ist eher ein Grappa als der griechische Raki). Da wir nicht so viel trinken konnten/wollten, wie der Wirt uns antun wollte, hat Udo den Rest kurzerhand in seine 2. Wasserflasche gekippt - als Notreserve...
Danach ging es dann direkt zu dem Campingplatz, allerdings durch schöne Lagunenlandschaften und Pinienwälder, die hier als Naturschutzgebiet besonders geschützt sind. Unter anderem leben hier 5% der Weltpopulation von Krauskopfpelikanen - von denen wir sogar einen später beim Weg zum Meer gesehen haben. Die Wege durch die Lagunen waren teilweise durch schöne Holzpfade gemacht - s. Video.
Der Campingplatz war früher sicher mal ein "Piccolo Paradise" - heute wirkte er eher heruntergekommen. Aber der Wirt sprach gut Deutsch, er hat mehrere Jahre in Paderborn gelebt und sein Sohn lebt mittlerweile in Berlin. Der Wirt hatte allerdings schon bei unserer Ankunft zwei Bier intus - nach eigenen Angaben. Wir waren auch die einzigen Gäste, aber er war sehr bemüht und hilfsbereit. Das erste Bild zeigt noch den aufwendig erstellten Fuß-/Radweg zu dem Nationalpark - da wurde echt was investiert.
Der Zeltplatz lag nur 5 min vom Meer entfernt, wir also in die Badehose und bei steifem Wind und leider nachlassender Sonne ins Meer - war gar nicht so kalt, wie es aussah und hat Gaudi gemacht! Der Weg bis zum Strand ging über lange Brücken - echt coole Umgebung - und wir waren fast allein am Sand-Strand.
Abends gab es im "Pelikan" noch ordentliche Fischgerichte und Raki zum Abschluss - und dann schnell den Blog schreiben und in den Schlafsack!
Am Ende wurden es doch über 63 km bei 17,4 km/h Schnitt. Bis morgen!





































































































