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Blog Udo & Andreas

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2026 - Kroatien-MNE-AL-Korfu

Von Zagreb über Montenegro und Albanien bis Korfu

  • Andreas Greff
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Heute sollte es nur eine kurze Tour sein bis Divjakë, bzw. der kleinen Landzunge darunter, wo wir uns den Campingplatz Piccolo Paradise auserkoren hatten. Gestartet wurde mit einem guten albanischen Frühstück in unserer Unterkunft, wobei die "Pan Cakes" die tollen fettgebackenen Stücke sind, die wir schon mal hatten - heißen hier Pendula und werden mit Marmelade oder Honig gegessen und schmecken traumhaft. Dazu wieder ein Omelett mit Gemüse und O-Saft und Cappu - damit war eine gute Grundlage geschaffen.



Die Tour führte uns dann über die Strandpromenaden von Durrës hinaus nach Süden - mit schönem Rückenwind und leicht bewölktem Himmel, so daß es heute nicht zu heiß werden sollte.



Dabei sind wir auch oft dem EV8-Radweg gefolgt, der tatsächlich hier gut ausgebaut ist - wenn auch nie beschildert. Die Strandpromenade konnte man zu dieser Jahreszeit noch gut mit dem Rad befahren, es war wenig los. Nur das Ende dieses tollen Radweges hat uns etwas schmunzeln lassen... (es gab natürlich auch keinen Hinweis auf ein bevorstehendes Ende des Radweges...).




Nach dem abrupten Ende ging es dann wieder über "normale" Straßen weiter, eine zeitlang auf einer toll ausgebauten kleinen Straße direkt an der Autobahn entlang - aber wir kamen flott voran, ohne störende Pferdekutschen auf dem Radweg (gut, daß das mal klargestellt wurde).



Gegen Mittag sind wir dann eingekehrt in einer "Fastfood"-Bude, wo sich an der Kreuzung alle LKW- und Busfahrer die Hand gaben und die Fahrgäste auch gleich mit zwei bereitstehenden Taxen weiter fahren konnten oder Gemüse einkaufen konnten von den Straßenhändlern. Die "Doner" waren wieder gut, dazu gab es Fanta und vom Wirt spendiert zwei verschiedene Sorten Raki (das ist in Albanien der typische Absacker, gut für das Herz... und ist eher ein Grappa als der griechische Raki). Da wir nicht so viel trinken konnten/wollten, wie der Wirt uns antun wollte, hat Udo den Rest kurzerhand in seine 2. Wasserflasche gekippt - als Notreserve...


Danach ging es dann direkt zu dem Campingplatz, allerdings durch schöne Lagunenlandschaften und Pinienwälder, die hier als Naturschutzgebiet besonders geschützt sind. Unter anderem leben hier 5% der Weltpopulation von Krauskopfpelikanen - von denen wir sogar einen später beim Weg zum Meer gesehen haben. Die Wege durch die Lagunen waren teilweise durch schöne Holzpfade gemacht - s. Video.



Der Campingplatz war früher sicher mal ein "Piccolo Paradise" - heute wirkte er eher heruntergekommen. Aber der Wirt sprach gut Deutsch, er hat mehrere Jahre in Paderborn gelebt und sein Sohn lebt mittlerweile in Berlin. Der Wirt hatte allerdings schon bei unserer Ankunft zwei Bier intus - nach eigenen Angaben. Wir waren auch die einzigen Gäste, aber er war sehr bemüht und hilfsbereit. Das erste Bild zeigt noch den aufwendig erstellten Fuß-/Radweg zu dem Nationalpark - da wurde echt was investiert.



Der Zeltplatz lag nur 5 min vom Meer entfernt, wir also in die Badehose und bei steifem Wind und leider nachlassender Sonne ins Meer - war gar nicht so kalt, wie es aussah und hat Gaudi gemacht! Der Weg bis zum Strand ging über lange Brücken - echt coole Umgebung - und wir waren fast allein am Sand-Strand.



Abends gab es im "Pelikan" noch ordentliche Fischgerichte und Raki zum Abschluss - und dann schnell den Blog schreiben und in den Schlafsack!



Am Ende wurden es doch über 63 km bei 17,4 km/h Schnitt. Bis morgen!

 
 
 
  • Andreas Greff
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Nach der gestrigen Pizza mit dem hausgemachten Rotwein ging es am Morgen weiter mit frischen Schokocroissants und Cappucino - bis wir dann gegen 10:00 Uhr wieder in die Pedalen treten konnten (die Holländergruppe war inzwischen auch nahezu abgereist...).



Heute sollte es bis Durrës gehen, dem größten Hafenort in Albanien mit einer Altstadt, die von der griechischen Epoche mit geprägt ist. Die Strecke führte uns erst ein Stück des Weges, den wir gestern schon gefahren sind (durch Milot) - aber dadurch konnten wir die vielbefahrene E851 vermeiden (ok, wir mussten sie einmal queren) - aber diese Straße wollten wir nicht lange fahren. Ansonsten war die Landschaft eher unauffällig - es gibt auch keine Fotos davon. Die Strecke insgesamt wurde dann doch 78 km lang mit 290 Höhenmetern - und es schien die Sonne unerbittlich bei 28 °C auf uns herab. In Summe haben wir damit von unseren geplanten 1.500 km 1.131 km hinter uns, noch ca. 369 km to go!


Unterwegs haben wir allerdings die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Albaner kennengelernt. In einem kleinen Cafe, in dem wir für Cappucino und Fanta angehalten haben, kamen wir mit dem Nachbartisch ins Gespräch wo wir her kämen usw., und plötzlich kam der Kellner und meinte, unsere Rechnung sei von dem Herrn hinter unserem Nachbartisch bezahlt worden. Wir haben uns natürlich bedankt, aber der gute Mann konnte nur zwei Worte Deutsch: Hamburg und Benz (er fuhr einen). Er hatte aber die Unterhaltung mit unserem anderen Tischnachbarn mitverfolgt und ist von Deutschland begeistert - also hat er uns eingeladen. Eine weitere Story hat Udo erlebt, als er auf einer gut befahrenen Strasse aus dem Ort heraus plötzlich von einem Auto mit Warnblinker langsam begleitet wird und man ihm deutlich macht, dass er sein Baseballcappy gerade hinten aus dem Gurt verloren hat. Udo hat nur "Kappe - Kappe" verstanden - aber sofort gestoppt und seine verlorene Kappe wieder eingesammelt. Auch sonst gab es immer wieder freundliches Nicken und Daumen hoch, wenn wir vorbeifuhren.


Gegen 17:00 Uhr waren wir dann in unserem Apartment angekommen, wieder dirket in der Altstadt. Fahrräder konnten hinten in dem abgeschlossenen Eingangsbereich geparkt werden und wir hatten einen super Überblick über die Stadt. Beim Sightseeing ging es dann zu dem römischen Amphitheater (bzw. den Resten davon), zu der Moschee gleich nebenan, dem venezianischen Turm und zur Strandpromenade (aber nur der kleinen, nach Süden hin erstrecken sich kilometerlange Strände, an denen wir morgen vorbeikommen werden).



Am Abend gab es dann wieder Fisch mit was dazu... lecker und ein guter Ausklang des Tages!





 
 
 
  • Andreas Greff
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Heute hatten wir nach einer tollen Nacht im Warmen und guten Betten unser bestes Frühstück der Tour bisher. Wir haben auch mit dem Besitzer (der wohl auch Polizist ist, der Marke nach zu urteilen, die er uns zeigte) ein Gespräch versucht, aber der Google-Translator für Albanisch scheint nicht so perfekt zu sein. Danach wurden die Ketten etwas nachgeölt und wir sind gegen 10 Uhr bei bestem Wetter, blauer Himmel und schön warm, gestartet.



Die Tour führte uns dann an den Seeorten vorbei, wo allerhand los war, mit vielen schicken Bars und Restaurants und sogar Strand gab es. Und natürlich Bankomaten, damit wir unsere ersten Lek ziehen konnten, da man angeblich hier vieles nur in Lek bezahlen kann.



Wir sind dann an Ort Shkodra vorbeigefahren (der dem See seinen Namen gab) und haben beim Herausfahren noch etwas Spaghetti und Sauce nachgekauft. Zum Straßenzustand können wir bisher nur sagen: 1A - sagar mit Radwegen! Und was uns auch besonders positiv aufgefallen ist: alle Leute sind Radfahrern gegenüber sehr freundlich eingestellt, ein Alter Mann hebt motivierend den Daumen beim Vorbeifahren oder ein Jugendlicher streckt die Hand zum Abklatschen beim Vorbeifahren aus - und auch die Autofahrer sind fast alle sehr rücksichtsvoll - sagar ein LKW-Fahrer hat uns gegrüßt - dann kann ja nichts mehr schiefgehen...



Dann ging es bei angenehmen 25 Grad oder mehr mit frischem Fahrtwind und ausnahmsweise mal RÜCKENWIND weiter gen Süden. Die Landschaft war nicht bemerkenswert, eher normal mit schönem Blick auf die dahinter liegenden Berge (noch mit Schnee auf 2700 m!). Interessant auch die Lage mancher toller Villen mit Pool direkt neben einer Industrieanlage...



Wir sind dann in Lezhe für Cappucino, Pistaziencroissants und frisch gepressten O-Saft kurz eingekehrt - wir waren recht gut unterwegs so ohne Berge und mit Rückenwind...


Wir haben dort auch entschieden, uns in Shenkoll auf dem Agritourismo-Campingplatz niederzulassen, wollten aber die ursprüngliche Strecke über Milot beibehalten, wo die älteste Eisenbahnbrücke von 1927 war. Die haben wir dann auch überqueren können - ok, hier fuhren selbst die Autos Schlangenlinien um die Schlaglöcher und Hügel herum, aber es ging. Der Blick von der Brücke war auch nicht schlecht.



Dann ging es etwas "rückwärts", um von hinten zu unserem Campingplatz zu gelangen, eine tolle kleine Anlage mit Pool (den wir natürlich genutzt haben) und einem tollen italienischen Betreiberehepaar (ein blonder Italiener!). Hier haben wir dann nach dem Pool gut Pizza gegessen und den hauseigenen Rotwein genossen bei untergehender Sonne - ein toller Tag, ohne viel Anstrengung 71 km bei 160 Höhenmetern - geht auch mal.



Der Schnitt lag heute bei knapp 16 km/h - man merkt den Wind und die fehlenden Berge... Morgen geht es dann bis Durres!


 
 
 
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